English Bulldogs

logo version 30.07.07 england fahne 011

Der English Bulldog ist eine Rasse mit langer Tradition und als britischer Nationalhund bekannt. Er zählt zu den ältesten Rassen.          Der erste Bulldogclub wurde 1865 in England gegründet, als erster Rassehundeclub überhaupt. Der Bulldog war und ist eine beliebte Symbolfigur und Werbeikone mit dem gewissen Etwas, das niemanden gleichgültig lässt. An einem Bulldog geht man nicht einfach so vorbei!

Er ist ein Hund mit viel Kraft und Stärke, charakterlich entspannt aber auch entschlossen, loyal und zielstrebig und bisweilen kühn bereit, sein Umfeld zu verteidigen. Er bevorzugt den direkten Weg, den er mit viel Energie notfalls freirennt und dabei alles umwirft was ihm in den Weg kommt. Bremsen hat er keine…..
Im Allgemeinen ist er aber gemütlich und besonnen. Er liebt seinen Menschen über alles. Für den Kadavergehorsam ist er jedoch nicht geeignet. Er ist in dem Sinne auch nicht lernwillig wie man es von anderen Rassen kennt. Aufgrund dieser Tatsache wurde er von manchem schon als „dumm“ bezeichnet. Dies kann ich absolut nicht bestätigen. Der Bulldog ist sehr selbständig in seinem Handeln.
Und er scheint die Befehle seines Menschen erst auf Sinnhaftigkeit zu prüfen bevor er sich entscheidet sie auszuführen oder eben nicht. Sieht er keinen Sinn, führt er die Aufgabe auch nicht aus. Und dies mit Beharrlichkeit.
Genauso wenig teile ich aber die Aussage „Bulldoggen lassen sich nicht erziehen“. Sie lassen sich sehr wohl erziehen. Viele reagieren sensibel auf den Verstärker Futter, nicht weniger wichtig ist aber die Konsequenz und Durchsetzungskraft des Rudelführers.
Er steigt sichtbar in der Anerkennung seines Hundes, wenn er diese in mindestens 80% der Fälle unter Beweis stellt. Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Ausbildung des Bulldogs ist das Vertrauen zu seinem Menschen. Er erwartet eigentlich immer mit Respekt behandelt zu werden. Ist dieses vorhanden, ist er auch gelegentlich bereit, die für ihn als unsinnig eingestuften Maßnahmen
auszuführen (wie zB über Dinge zu springen, um die man mit Leichtigkeit auch herum gehen kann). Er scheint es aus Freundschaft zu seinem Menschen zu tun. Aus Loyalität. Eine Eigenschaft, die bei den Menschen oft nicht mehr als selbstverständlich gilt… ;-)
Der Bulldog hat einen ganz besonderen Charme und bringt sein Umfeld bei allerlei Gelegenheiten zum schmunzeln. Sein Gesichtsausdruck wechselt zwischen „ich war` s nicht (nie),“ , …„zur Zeit hab ich keine Sprechstunde“, … „ich habe eine genaue Vorstellung davon wie Dein Essen gleich in meiner Schnauze landet“  oder voller Tatendrang „…was machen wir jetzt“ …:-)’
Den regelmäßigen täglichen Spaziergang genießt er. Entgegen der weitläufigen Meinung auch ausgedehnte Gänge, sofern er daran gewohnt ist. Gerne auch in Gesellschaft anderer Hunde, wenn diese standfest sind. Ein Bulldog spielt nicht einfach so, ein Bulldog rammt. Hat der Spielpartner sich etwas Abstand erkämpft, nutzt der Bulldog diesen zum Anlauf um ihn dann mit seinem ganzen Körpergewicht und einem Sprung in die Seite schlichtweg umzurammen. Ist dieser irritiert, läuft der Bully stolz und glücklich weiter..

Dies kann ohne Folgen eigentlich nur ein anderer Bulldog aushalten oder aber ein Hund von mindestens doppelter Körpergröße oder mehr . Zierliche Spielpartner drehen sich erschrocken weg (nachdem sie wieder Boden unter den Füßen haben) und gehen ihres Weges. Wohlweislich mit dem unerschütterlichen Vorsatz niemals wieder den Fehler zu begehen und einen Bulldog zum Spiel aufzufordern.

Wieder zu Hause fällt er in seinen tiefen wohlverdienten Schlaf. Und lässt sich so schnell nicht mehr erwecken. Oft schnarcht er dabei, jeder einzelne auf seine Weise und jeder Wechsel der Körperhaltung bringt eine andere Tonlage hervor.

Er liebt Kinder, weil er weiß wo diese sind ist immer was los. Und meistens was zu essen…Denn, ein Bulldog hat immer Hunger. Sein Napf wird zweimal täglich gründlich ausgesaugt. Danach schaut er Dich mit einem Blick an, der in etwa sagt „so, jetzt hab ich aber sooo richtisch Appetit bekommen, wie geht’ s denn jetzt weiter? “
Manch einer wird dann schwach und der Bulldog dick.

Ich glaube es ist die Vielseitigkeit seines Charakters die ihn so besonders und faszinierend macht. Die Gegensätze, die in ihm wohnen. Von tiefster Entspannung zu Explosionskraft, von Sanftmut zu Todesmut, ungestüm aber auch sehr zärtlich und behutsam. Seine innige
Liebe zu seinem Menschen, aber auch seine Selbständigkeit.

Gelingt es dem Menschen, den Bulldog so zu nehmen, jeden einzelnen Teil seines speziellen Charakters als (s)ein Ganzes zu respektieren, so hat er im Bulldog einen liebenswerten, lebenslangen treuen Begleiter gefunden, der ihn über alles liebt und bereit ist es ihm mit vielen schönen Stunden und Anekdoten zu danken.

Der große österreichische Bulldogfreund Dr. Walter Schwarz schrieb einmal:

“Bulldoggen sind wie rote Rosen und Sonnenuntergänge.

Man kann sie nicht beschreiben,
nur besingen.

Der Charme ihres Wesens geht zu Herzen, der Reichtum ihrer Formen ist unerschöpflich

Lebende Edelsteine – faszinierend und seltsam.”